Querdenker und Coronaleugner auf Twitter und in anderen sozialen Medien

Sie sind Querdenker und Coronaleugner, doch meist bezeichnen sie sich als Coronaskeptiker. In den sozialen Medien, vor allem bei Twitter, enden Diskussionen in der Regel so: „Sie sind doch Journalist, recherchieren Sie mal.“

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Ja, ich arbeite als Journalist, SEO-Manager und Social-Media Manager. Aber es ist der Endpunkt der Twitter-Auseinandersetzungen, weil spätestens jetzt klar ist, dass jede weitere Argumentation überflüssig ist. Die Querdenker und Coronaleugner haben sich geoutet. Sie haben auf Wissenschaft, Politik und Medienlandschaft in der Regel einen völlig naiven und verzerrten Blick. Ein Beispiel dafür sind die Äußerungen von Doktor Thomas Quak.

Querdenker und Coronaleugner mit absurden Vorstellungen

Quak kämpft unter anderem auf Twitter gegen Corona-Maßnahmen.

Die Twitter Profile

Häufig reicht ein kurzer Blick ins Profil: „Open Mind“, „selbstdenkend“, „Selberdenker“ „Maßnahmenkritiker“, „libertär“ oder „Wahrheitssucher“ zeigen viel von der Gesinnung. Doch die User werden ihrem Anspruch in der Regel nicht gerecht. Beim Scrollen fällt auf, dass Tweets von Portalen ‚alternativer‘ Medien zitiert oder retweetet werden. Das hat aber nichts mit eigenständigem Denken zu tun. Gesucht wird nur die Bestätigung für die eigene quere Meinung

Unabhängige oder Alternative Medien statt Mainstream-Presse

Es sind Internetseiten1 wie ‚anti-spiegel.ru‘ oder ‚reitschuster.de‘, die verlinkt werden. Allen gemeinsam ist ein große Nähe zur Querdenker- und Coronaleugner-Szene.

Reitschuster profitiert vor allem durch die Verlinkung in den sozialen Medien (19 Prozent), fast 70 Prozent der User kommen ohne Umwege auf die Seite. Auch wenn der reichweitengeile Reitschuster seinen stark ansteigenden Traffic feiert, allein die Zahlen belegen, dass seine Meinung nur eine untergeordnete Bedeutung im Internet haben. Noch deutlicher ist das bei einer Seite wie anti-spiegel.ru.

Reitschuster.de: im Internet fast bedeutungslos

Auf Reitschuster.de prangt im März der Banner: „10 Millionen Aufrufe im Februar.“ Trotzdem hat die Seite kaum eine Bedeutung. Der anerkannte Sistrix-Sichtbarkeitsindex zeigt am 06.04.21 einen Wert von 0,004 für die mobile und 0,003 für die Desktop-Seite (und ist damit beeindruckend niedrig für einen Webauftritt mit so vielen Aufrufen, auch wenn der Wert am 08.05.21 bei für die Desktop Seite auf 0,008 gestiegen ist). Ein Blick in ein anderes Tool bescheinigt der Seite lediglich einen Traffic von drei Millionen Visits im Februar und fast fünf Millionen Anfang Mai.

Doch selbst damit müsste die Sichtbarkeit im Internet größer sein. Denn gerade mal 1,25 Prozent der Internetseiten haben mehr 100 Besucher im Monat. Eine Erklärung liegt darin, dass der Anteil der Besucher, die über Google auf die Seite kommen, bei sieben Prozent liegt. Ein weiterer Grund sind die Keywords, über die User auf der Seite landen. Die beiden stärksten Keywords sind „Reitschuster“ und „Boris Reitschuster“ mit rund 70 Prozent des Suchvolumens. Außerhalb der Blase werden Inhalte also nicht wahrgenommen.

Boris Reitschuster und der Erfolg in den sozialen Medien

Nun kommt der Vorwurf, Reitschuster sei sichtbar. Über die Zahl der der Besucher lässt sich streiten, aber selbst fünf Millionen sind beeindruckend. Auch auf Twitter gehört der Account von Boris Reitschuster mit mehr als 80.000 Followern zu den 1.000 größten in Deutschland. Reitschuster ist damit und mit seinem YouTube Kanal auf verschiedenen Seiten in den Social-Media-Rankings zu finden.

Aussagen zur Sichtbarkeit im Netz sind damit trotzdem nur bedingt möglich. Auf das Google-Ranking haben diese Werte nur einen geringen Einfluss, offiziell sind sie kein Faktor. (Als Grund dafür nennt Google die Menge und den Umfang). Die Daten lassen vor allem Rückschlüsse zu, wie groß die Zielgruppe und deren Engagement ist. Sie liefern also vor allem Informationen über das Verhalten und die Größe der Blase.

Querdenken als „Erfolgsrezept“

Die Folge ist: Reitschuster.de muss seine Klientel bedienen. Der Erfolg ist ausschließlich in der Nische begründet. Würde auf der Seite neutral berichtet, würde sie in der Masse der „Mainstream-Medien“ untergehen.

Viele Likes von kleinen und neuen Accounts

Gerne nehmen sowohl die Portale als auch die Twitter User für sich in Anspruch, eine Mehrheitsmeinung – oder noch besser das Volk – zu vertreten. Zahlreiche Reetweets und Likes untermauern das scheinbar. Tatsächlich kommen viele Likes von kleinen Accounts mit sehr wenigen Followern. 

Auf jeden Fall ist die Meinung nicht repräsentativ, Es ist bekannt, dass sich viele User in ihrer ‚Bubble‘ bewegen. Auch repräsentative Umfragen widerlegen die Auffassungen der Mehrheitsmeinung. Im Politbarometer des ZDFs Ende Januar 2021 hat die die große Mehrheit gesagt, die aktuellen Corona-Maßnahmen seien angemessen oder müssten sogar noch härter ausfallen. Im Februar ist die Zustimmung mit 73 Prozent etwas geringer.

Recherche und Faktencheck

Doch was auf Twitter als unabhängige oder alternative Medien gefeiert wird, hat mit Journalismus sehr häufig wenig zu tun. Nicht nur, dass die Titel bestenfalls grenzwertig sind, die Texte halten nicht mal einem einfachen Faktencheck stand.

Ein Beispiel sind Texte mit dem Titel „Unglaublich: WHO warnt vor Unzuverlässigkeit von PCR-Test“ von Reitschuster und „Wenn Verschwörungstheoretiker plötzlich Recht haben: WHO ändert Richtlinien für PCR-Tests“. 

Reitschuster spricht das Thema dann auch am 22.01.2021 in der Bundespressekonferenz an, dass die Weltgesundheitsorganisation, WHO, die Richtlinien geändert habe. Antwort von Professor Drosten darauf: „Da steht im Prinzip nichts anderes drin als ‚bitte lest auch die Gebrauchsanweisung‘.“ Dass die Texte auf den Portalen nicht angepasst oder geändert wurden, lässt Rückschlüsse auf die Intention der Aussagen zu. Eine Antwort auf eine Anfrage dazu blieb von den Betreibern der Portale bisher aus. 

Das Prinzip, Fake-News zu verbreiten

An dem Beispiel wird aber auch deutlich, wie sich Fake-News verbreiten. Jemand stellt eine diffuse Behauptung in den Raum. Manchmal bezieht er sich auf vorhandene Fakten und ‚ergänzt‘ diese. Diese werden dann von den ‚alternativen Medien‘ aufgegriffen, ‚Quelle‘ ist die diffuse Behauptung. Im nächsten Schritt werden dann diese Texte von Querdenkern und Coronaleugnern verbreitet als ‚Nachricht‘ über die die ‚Mainstream-Medien‘ nicht berichten.

Reitschuster, ein Coronaleugner, Verschwörungstheoretiker und Querdenker?

Die Frage ist nicht klar zu beantworten. Das Beispiel der PCR-Tests weist in die Richtung der Coronaleugner und Querdenker, weil er nicht den Standards genügt.

Tatsächlich gehört zur Wahrheit auch, dass Reitschuster sein Handwerk versteht. Allerdings muss er sich die Kritik gefallen lassen, Fakten auszulassen und Schlüsse zu ziehen, die offensichtlich durch seine Meinung beeinflusst sind. Ein Beispiel:

Ist die am Mittwoch vereinbarte Inzidenz von 35 damit nur Augenwischerei, wenn hinter den Kulissen von 10 die Rede ist? „Kanzlerin Angela Merkel sagte mehrmals, das Nachverfolgen von Kontakten sei für Gesundheitsämter erst bei einer Corona-Inzidenz von 50 möglich“, schrieb das Redaktionsnetzwerk Deutschland, zu dessen Inhabern die SPD gehört, noch am Sonntag. Hat Merkel gelogen? Oder lügt Wieler? Dass beide die Wahrheit sagen, schließt sich aus.

Reitschuster.de: RKI-Chef Wieler entlarvt Corona–Versagen der Regierung – und keiner merkt es 12.02.2021

Reitschuster sieht einen Widerspruch zwischen Wieler und Kanzlerin Merkel. Sein Schluss: einer habe gelogen. Doch ist es wirklich eine Lüge? Tatsächlich fehlt auch der Hinweis, dass Bundesgesundheitsminister Spahn die Kritik zurückwies: Diese Zahl stehe bereits im Infektionsschutzgesetz, das im November 2020 (als PDF in neuem Tab) vom Bundes­tag verabschiedet wurde.

Reitschuster empört und relativiert Steinwerfer

Reitschuster berichtet auch über die Querdenken-Demo am 03.04.21 in Stuttgart. Mehrfach betont er in dem Beitrag, wie sehr er solche Taten verurteilt und begibt sich selber in die Opferrolle. Es ist offensichtlich der Versuch, sich als neutraler Beobachter zu positionieren. Außerdem ist es der Versuch, die Taten in Berlin zu relativieren. Eine Analyse von Aufbau und Inhalt des Beitrags lassen diesen Schluss zu.

  1. Reitschuster schafft Wohlfühlklima (‚friedlicher Samstagnachmittag‘, ‚Volksfeststimmung‘).
  2. Er wirft den Kontrast auf, ob das Verhalten der Polizei ein „Einknicken der Staatsmacht“ oder „vorbildliches Abwägen“ sei.
  3. Die Antwort bereitet er selber vor, in dem er auf das gänzlich andere Verhalten der Berliner Polizei hinweist und sie an zwei Stellen in ein bewusst negatives Licht setzt, schließlich nähmen es die Ordnungshüter mit dem Drogenhandel oft nicht so genau. Zudem zitiert Reitschuster vermeintliche Kritiker des Berliner Innensenators, der in der SED politisch solidarisiert worden sei. Unabhängig vom Wahrheitsgehalt der Aussage und der Kritiker ist das für Reitschuster so wichtig, dass er sie zitiert. Er baut damit einen Gegensatz auf, der im Verlauf noch wichtig wird.
  4. Für die Relativierung der Steinwürfe bereitet Reitschuster dann weiter den Boden, indem er die Medien angreift und ihnen eine falsche Berichterstattung vorwirft.
  5. Danach will Reitschuster Zweifel säen, ob die Darstellung des Steinwurfs in der Tagesschau richtig war und spekuliert. Er kommt zum Ergebnis, die Szene wirke weitaus weniger dramatisch von seinem Standplatz.
  6. Noch einmal verurteilt Reitschuster Steinwürfe. Er kommt dann aber zum Kern und vergleicht die Demo mit der in Berlin am 6.6.2020 in Berlin.
  7. Indem er den Medien Doppelmoral vorwirft, relativiert er die Taten in Stuttgart. Fundamental dafür ist die Behauptung: „Die Medien waren am gleichen Tag voll des Lobes über die tollen deutschlandweit durchgeführten Demos,…“ Die Aussage ist nur schwer nachzuvollziehen, denn egal ob Spiegel, Zeit oder RBB. Alle weisen darauf hin, dass es Ausschreitungen gab und die Maskenpflicht nicht eingehalten wurde.

Twitter kennzeichnet Tweet als irreführend

Noch deutlicher wird die Arbeitsweise bei einem anderen Fall: Ein Tweet, der auf einen Beitrag zu Impfschäden in Israel verlinkt, wird sogar von Twitter als irreführend bezeichnet. Schon in der Überschrift des Textes wird auf ‚führende Gesundheitsexperten‘ verwiesen. Die Behauptung ist nicht nur unbewiesen, sondern höchst zweifelhaft. Denn Reitschuster zitiert eine „Gruppe, die von israelischen Bürgern gegründet wurde“, so die Eigendarstellung. Zu ihr gehören „ein Team von Ärzten, Anwälten, Kriminologen, Epidemiologen und akademischen Forschern.“

Ein Tweet von Boris Reitschuster ist laut Twitter irreführend.

Der Fall ist auch keineswegs neu. Die Tagesschau und andere Medien berichteten schon im April über Herzmuskelentzündungen und einen möglichen Zusammenhang mit der Impfung.

Was ist von Reitschuster zu halten? – ein Fazit

Es wird deutlich, wie Reitschuster mit Anspielungen, Vermutungen und Auslassungen seinen Beiträgen eine Richtung gibt. Ein ähnliches Prinzip ist auch bei Reitschuster.de zu den Inhalten zum Klimawandel erkennbar. Recht neu ist, dass Reitschuster Quellen eine Relevanz zumisst, die sie offenbar nicht haben. Die ‚führenden Gesundheitsexperten‘ aus Israel sind ein Beispiel, das „französische Zentrum für Medikamentenbewertung, CTIAP“ in einem Text über Impfnebenwirkungen ein anderes.

Informationen beschaffen und beurteilen

Guter Journalismus zeichnet sich dadurch aus, die Leser bestmöglich informieren zu wollen. Bestandteil einer Recherche ist, nicht nur Informationen zu beschaffen, sondern sie auch zu beurteilen. Es geht also darum, nicht nur ein Situation wiederzugeben, sondern auch in einem Zusammenhang einzuordnen und zu beurteilen

Diese Einordnung fehlt in der Regel in den sozialen Netzwerken, bewusst, oder weil das Verständnis fehlt. Wenn man Coronaleugner mit Fakten überzeugen möchte, kommen als Antwort sehr häufig Links der oben genannten Portale. Dabei fällt völlig unter den Tisch, dass es sich nicht um eine Abstimmung handelt. 

Akademische Querdenker und Coronaleugner auf Twitter und in anderen sozialen Netzwerken

Ein weiterer wichtiger Anhaltspunkt sind Expertise und Reputation. Hier geben sich häufig Akademiker für krude Thesen und Verschwörungstheorien her. Auch vom Account von PHockertz wird am 21.01. zu den „geänderten WHO-Richtlinien“ getwittert. Es ist aber davon auszugehen, dass sich hinter dem Account tatsächlich Professor Stefan Hockertz verbirgt. Hockertz hatte im März 2020 schon Corona mit einer Influenza verglichen. Die Reaktionen auf die Pandemie findet er ‚hysterisch‘.

Nun bezeichnet sich Hockertz nicht nur als Wissenschaftler, sondern hat zudem noch promoviert und ist Professor. Dass Hockertz, nach eigener Aussage, bereits seit 2004 nicht mehr in der Forschung arbeitet, sollte jeden nachdenklich machen. Dass er einen simplen Hinweis die Gebrauchsanweisung zu lesen als ‚geänderte WHO-Richtlinien‘ beschreibt, disqualifiziert ihn vollständig. Hockertz hat sich am 10.5. offenbar von Twitter verabschiedet, der Account existiert nicht mehr. Grund für das Löschen sei die ‚erneute Sperrung‘ schreibt Hockertz auf Facebook, wo er weiterhin aktiv ist. Außerdem bewirbt er in dem sozialen Netzwerk auch seinen Telegram-Kanal.

Gefährliche Verharmlosung

Große Bekanntheit hat auch der ehemalige Leiter des bayerischen Gesundheitsamts Aichach-Friedberg, Doktor Friedrich Pürner erlangt. In die Schlagzeilen geriet er, wie er versetzt wurde, in seinen Augen eine Strafmaßnahme. Für ihn stehen die „wirtschaftlichen, sozialen und gesundheitlichen Schäden […] in keinem Verhältnis zu #COVID19“. Am 23.03. twittert er:

Der überwiegende Anteil der #COVID Verstorbenen liegt bei >70 Jahren. In dieser Altersgruppe hatten viele Verstorbene erhebliche Vorerkrankungen. Bei noch fitten Älteren, auch > 70, und bei jungen Menschen verläuft #COVID19 relativ problemlos. Haben Sie keine Angst.

Twitter: 23.03.2021 https://twitter.com/DrPuerner/status/1374427733321605133

Unabhängig vom Wahrheitsgehalt des Tweets fehlen hier wichtige Informationen und verharmlosen so die Situation. Nach einer Untersuchung des wissenschaftlichen Instituts der AOK (PDF) weisen mehr als ein Viertel der Menschen in Deutschland Vorerkrankungen auf, die das Risiko eines schweren Verlaufs einer Covid-19-Infektion erhöhen. Bemerkenswert dabei ist auch, dass fast jeder Sechste aus der Altersgruppe zwischen 40 und 50 Jahren Vorerkrankungen hat.

Besserwisser und die Gier nach Anerkennung

Ein weiteres prominentes Beispiel ist der Finanzwissenschaftler Professor Stefan Homburg. Homburg ist vor allem auch durch besondere Geschmacklosigkeiten, wie zum Beispiel Vergleiche mit Guantanamo-Häftlingen („Helmholtz-Kisten“) und dem Nationalsozialismus („Masken-SS“) aufgefallen.

Abgesehen davon hält er die Situation für eine „Laborpandemie“ und meint über eine größere Expertise zu verfügen, als ausgewiesene Fachleute.

Homburg hat bis zu seinem selbstverordneten Urlaub vor allem Halbwahrheiten und selektierte Informationen getwittert. In den Antworten auf die Tweets sind aber häufig seriöse Einschätzungen und Bewertungen der Behauptungen zu lesen, obwohl Homburg viele Kritiker geblockt hat. 

Querdenker und Coronaleugner: Beispiel Stefan Homburg

Ein weiteres Negativbeispiel ist der Tweet zur „schröcklichen UK-Virusmutation“, der nicht mal einen Tag später durch die Schlagzeilen aus Großbritannien widerlegt wurde. 

Tweets von Homburg zum Auswandern und Lockdown

Offensichtlich schätzt Homburg inzwischen nicht mehr nur die Pandemie als ‚laborgemacht‘ ein, sondern er ist wohl auch verbittert und frustriert. Seine Tweets zu den Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg zeigen exemplarisch, wie weit sich Homburg inzwischen von der Mitte der Gesellschaft entfernt hat. Seine Anmerkungen zum „Endsieg“ und zur „Erkältungswelle“ belegen, wie absurd die Gedankengänge sind. Begriffe mit Bezug zum Nationalsozialismus („Wollt ihr den totalen Osterlockdown?“ https://twitter.com/SHomburg/status/1374286503241732097 )reihen sich an Geschmacklosigkeiten und Beleidigungen, wie die folgende Infografik zeigt.

Infografik zu den verbalen Entgleisungen von Stefan Homburg

Keine Vergleiche mit anerkannten Fachleuten

Auffallend für Homburg und andere Coronaskeptiker und Coronaleugner ist, dass sie sich gerne an anerkannten Fachleuten abarbeiten und offensichtlich gerne auf einer Stufe stehen würden. 

In diesem Text geht es aber nicht darum, die Maßnahmen in der Corona-Pandemie zu bewerten: sicherlich können viele Dinge, wie zum Beispiel die Konzepte zum ‚Home-Schooling‘ oder der Impfplanung kritisiert werden. Hier geht es vor allem darum hervorzuheben, welche absurden Thesen Querdenker häufig vertreten. 

Sucharit Bhakdi ruft zur Demo der Querdenker und Coronaleugner auf
Bhakdis Aufruf zur Coronademo

Deshalb habe ich in diesem Text bisher bewusst auf Vergleiche verzichtet. Wer sie dennoch anstellen will, der möge einmal einen NDR-Podcast mit Professor Drosten hören und den anschließend mit dem clownesken Aufruf von Professor Sucharit Bhakdi zur Corona-Demo in Wien gegenüberzustellen.

1In einer früheren Version wurde an dieser Stelle fälschlicherweise auch auf die Seite ‚psiram.com‘ verwiesen. Richtig wäre aber der Verweis auf eine ähnlich klingende URL gewesen. Danke für den Hinweis.