Keyword-Recherche für einen SEO-Text

Die Keyword-Recherche ist eine wesentliche Grundlage für eine SEO-Strategie. Die Auswahl der Suchbegriffe bestimmt darüber, wie gut ihre Internet-Seite in der organischen Suche zu finden ist. Die Ergebnisse zeigen, wie stark nach den Keywords gesucht wird und wie groß die Konkurrenz ist. Erst mit diesem Wissen lässt sich zuverlässig einschätzen, ob Sie zum Beispiel auf shorttail- und midtail-Keywords ranken können, oder doch auf longtail-Keywords optimieren sollten. Wichtig ist die richtige Balance zu finden, denn Platz eins bei Google bringt nichts, wenn das Suchvolumen für eine Phrase oder Wortkombination zu klein ist.

In diesem Text erfahren Sie, wie Sie eine Keyword-Recherche durchführen und welche (kostenlosen) Tools dafür geeignet sind. Darüber hinaus ist die Keyword-Recherche auch für die deutlich umfassende Themenrecherche hilfreich.

Ziel: Auffindbare Texte

Aus meiner Praxis als Journalist weiß ich, wie schwer es ist, die Medien zu einer Veranstaltung einzuladen. Gleichzeitig sehe ich, welche Fehler gemacht werden. Deshalb habe ich im Text Presseeinladungen schreiben erklärt, wie es funktioniert. Um eine große Reichweite zu erzielen, ist dieser Text nach den Kriterien der Suchmaschinenoptimierung geschrieben. Der erste Schritt dafür war die Keyword-Rrecherche mit folgendem Ergebnis.

Keyword Suchvolumen CPC
Presseeinladung

170

Presseeinladung schreiben

1600

2,92 €
Presseeinladung formulieren

20

0,35 €
Pressemitteilung

4400

4,17 €
Pressemitteilung schreiben

1600

2,92 €
Pressemitteilung formulieren

10

6,07 €
Medien einladen

10

Quelle: seobility.net

Die eigentliche Recherche war noch weitaus umfassender, doch allein dieser kurze Auszug zeigt die enormen Unterschiede. Tatsächlich ist es sinnvoll, den Text auf das Keyword „Presseinladung formulieren“ zu optimieren. Korrekt müsste es eigentlich heißen, dass die Medien eingeladen werden, doch hierfür ist das Suchvolumen gleich Null.

Brainstorming als Grundlage

Das Ergebnis ist nachvollziehbar, und das sollte es auch sein. Denn bevor Tools zu Einsatz kommen, ist das Brainstorming das erste Mittel, um geeignete Keywords zu finden. Denn dabei wird klar, was die Intention des Textes ist. Oft zeigt sich auch bei der Keyword-Recherche, dass sehr ähnliche Begriffe sehr unterschiedliche Ergebnisse bringen.

Navigationale, informative und transaktionale Keywords

Navigationale Keywords sind Suchbegriffe, bei denen der User genau weiß, welche Seite er aufrufen möchte. Das können zum Beispiel Produkt- oder Firmennamen sein. „WDR“ ist ein navigationales Keyword.

SERP des Keywords "Pressemitteilung"
SERP des Keywords „Pressemitteilung“

Bei informativen Keywords sucht der Nutzer Informationen zu einem Thema. Das Ergebnis soll möglichst umfassend sein, damit sicher User ein Bild von dem Thema machen kann. Ein Beispiel ist „Pressemitteilung“. Hier zeigt die SERP vor allem Ergebnisse dazu, was eine Pressemitteilung ist. Die Werbung auf der Seite bezieht sich auf ein Portal, wo Presseinformationen veröffentlicht werden können.

SERP des Keywords "Pressemitteilung schreiben"
SERP des Keywords „Pressemitteilung schreiben“

Transaktionale Keywords sind Suchbegriffe, bei denen eine Handlungsabsicht enthalten ist. Häufig enthalten sie, wie bei dem Beispiel „Pressemitteilung schreiben“ ein Verb. Das Google-Ergebnis zeigt, dass es dabei einen deutlich höheren Wettbewerb gibt. Der User ist dabei schon sehr weit in der User-/Customer-Journey und bereit zur Konversion.

Google „Suggest“ und „Autocomplete“

Der nächste Schritt ist der Einsatz von hilfreichen Tools. An erster Stelle steht hier Google. Mit Google Suggest beziehungsweise Google Autocomplete. Bereits während des Tippens werden Begriffe vervollständigt und ergänzt. Diese Funktion liefert wertvolle Anhaltspunkte zum Suchverhalten. (In anderen Texten wird häufig auch Google Trends empfohlen, meines Erachtens handelt es sich dabei schon um ein sehr spezielles Instrument für die Keyword-Recherche.

Hilfreiche Tools, um Keywords zu finden

Sehr hilfreich sind Tools, die Informationen über das Suchvolumen und die Konkurrenz der Keywords liefern. Auch hier wird häufig noch der Google Keyword-Planer genannt. Dieses Werkzeug steht jedoch nur zur Verfügung, wenn ein Werbebudget eingeplant ist. Kostenlose Alternativen sind zum Beispiel:

Zum Teil ist eine Registrierung notwendig und der Funktionsumfang in der kostenlosen Version eingeschränkt. Auch die Angaben zum Suchvolumen und zu den Kosten, die die Konkurrenz widerspiegeln sind nicht immer korrekt. Tatsächlich liefern die Programme für eine nicht zu umfassende Recherche aber eine solide Grundlage.

Ranking des Keywords untersuchen

Doch an der Stelle ist noch nicht klar, ob das Keyword auch tatsächlich geeignet ist. Im nächsten Schritt sollte der Begriff (in einem privaten Fenster) gegoogelt werden. Seien Sie ehrlich: Haben Sie mit Ihrem Text und ihrer Webseite eine realistische Chance, in den Top 10 zu ranken? Wenn nicht, ist es möglicherweise sinnvoll, statt eines shorttail- oder midtail-Keywords, ein longtail-Keyword zu suchen.

Beachten Sie aber: Es ist nicht das Ziel, einen Text für die Suchmaschine zu schreiben. Es geht darum, den Nutzer bestmöglich zu informieren.  Ob Sie den Text auf „Presseeinladung schreiben“ oder „Presseinaldung formulieren“ muss inhaltlich keinen großen Unterschied machen,  beim Suchvolumen und den Möglichkeiten des Rankings dagegen schon.

Keyword-Recherche als Teil der SEO-Strategie

Der richtige Zeitpunkt für eine Keyword-Recherche ist, sie so früh wie möglich durchzuführen. Die Recherche sollte Teil der SEO-Strategie sein. Damit haben sie die Möglichkeit, die Keywords zu clustern und unterschiedliche Texte gezielt auf Keywords zu optimieren Themenbereiche vollständig abzudecken. Erst im zweiten Schritt sollten sie die Ergebnisse verwenden und SEO-Texte formulieren.