DGS-Videos nach BITV 2.0

Die Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung 2.0 gibt die Anforderungen für Gebärdensprachvideos vor. Unsere Videos erfüllen diese nicht nur, sie gehen weit darüber hinaus.

  • Übersetzung durch ein Team aus tauben und hörenden Dolmetschern
  • 4-Augen-Prinzip bereits während der Produktion
  • Höchste Qualität durch Full-HD Aufnahmen im XDCAM-Format. Damit erfüllen wir die Fernseh-Norm

Selbstverständlich stehen wir unseren Kunden beratend zur Seite und erfüllen auch besondere Wünsche. Die Untertitel gehören zum Standard. Sie geben den Text vollständig wieder und orientieren sich an der Geschwindigkeit des Dolmetschers.

 

Die BITV 2.0

Gebärdensprachvideo nach BITV 2.0
Eine Vorgabe der BITV 2.0: Vorder- und Hintergrund müssen kontrastreich sein.

Die Verordnung zur Schaffung barrierefreier Informationstechnik nach dem Behindertengleichstellungsgesetz, (BGG) kurz Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung – BITV 2.0, ist eine Ergänzung des BGG. Diese Verordnung gilt für alle Internetauftritte sowie alle öffentlich zugänglichen Intranetangebote von Behörden der Bundesverwaltung. In der Anlage 2 sind die Mindeststandards für die Gebärdensprachvideos vorgegeben. Dazu zählen:

  • Die Erkennbarkeit des Dolmetschers, insbesondere der Hände und des Mundbilds
  • Kontrast des Vorder- und Hintergrunds
  • Das Format (Auflösung und Bildrate)
  • Die Möglichkeit des Downloads

Sie geben einen ganz groben Anhaltspunkt zum Inhalts und der Form der Videos. Wir betrachten die Anlage 2 der BITV 2.0 als Mindeststandard.

Die BITV 2.0 im Vergleich

In der folgenden Tabelle sehen Sie die Anforderungen aus der Anlage 2 der BITV 2.0. Daneben stehen unsere, darüber hinausgehende Leistungen.

Vorgaben der BITV 2.0 unsere Leistungen
1. – Schatten auf dem Körper des Darstellers vermeiden
– Mimik und  Mundbild gut sichtbar
– Keine ‚Darsteller‘, sondern DGS-Dolmetscher

– Studioproduktion mit Greenscreen und professioneller Beleuchtung

2 – Hintergrund ist statisch
– kein schwarzer oder weißer Hintergrund
– ans Design angepasster Hintergrund nach Vorgaben der BITV

– auf Wunsch Farbverlauf

– Kontrast entspricht den Vorgaben der WCAG 2.0 bzw. WCAG 2.1

3. – Hintergrund, Kleidung und Hände des Darstellers kontrastreich
-dunkle und einfarbige Kleidung
– grundsätzlich schwarze Kleidung

– andere Kleidung nach Absprache

4. – DGS-Logo für die Deutsche Gebärdensprache
– Logo im Design des Webauftritts
– Einbindung nach den Wünschen des Auftraggebers nach Absprache
5. – Auflösung mind. 320 x 240 Pixel. – Produktion in Full HD

– Sondergrößen (4K) möglich

– an Format und Wiedergabe angepasste Größe

6. – Bildfolge mind. 25 Bilder je Sekunde – Produktion mit 50 Vollbildern pro Sekunde, auf Wunsch mit geringerer Framerate.
7.. – Download-Möglichkeit
– Infos zu Größe und Auflösung
– umfassende Beratung inklusive

Einen ähnlichen Vergleich haben wir auch für die Anforderungen an die Leichte Sprache nach den Vorgaben der BITV 2.0 zusammengestellt.

Animation und Einbindung weiterer Medien

Schnitt eines DGS-Videos unter Berücksichtigung der BITV 2.0
Professioneller Videoschnitt eines DGS-Videos in einem Fernsehbeitrag

Die Animation der Videos – zum Beispiel um die Navigation der Webseiten genauer zu erklären – gehört zu den häufigsten Anfragen. Auch hier unterstützen wir unsere Kunden bei der Auswahl für das beste Ergebnis. Ein Beispiel: in einem Fall ist es sinnvoll, dass der Dolmetscher während der Pausen im Off ist, also nicht zu sehen. Der Fokus wird vollständig auf die Animation gelenkt, die bildfüllend dargestellt werden kann. In einem andere Fall ist der Dolmetscher im On, er kann die Animation erläutern. Wir haben für Sie die passende Lösung, schließlich spielen viele weitere Aspekte eine Rolle: Soll das Video auf dem Smartphone dargestellt werden? Wer ist die Zielgruppe? Ändert sich die Darstellung, so dass das Video relativ zeitnah umgeschnitten werden muss? …

Fragen Sie uns, wir haben die passende Lösung.

Ein Video, unterschiedliche Fassungen

Gegebenenfalls kann es sogar sinnvoll sein, die Videos in mehreren Fassungen  anzubieten. Zum Beispiel benötigen taubblinde Menschen einen dunkleren Hintergrund und möglicherweise eine höhe Auflösung, um die Gebärden erkennen zu können. Soll das Video zusätzlich auf dem Smartphone dargestellt werden, ist es sinnvoll, Logos anders einzublenden und Kapitelüberschriften zu überarbeiten. Diese Themen sind zum Beispiel nicht in BITV 2.0 geregelt. Darüber hinaus gibt es noch zahlreiche weitere Einsatzmöglichkeiten von Gebärdensprachvideos.